03.09.2019 | Music News Glenn Hughes: "Wenn ich auf der Bühne stehe, bin ich nur dankbar!"

Lange Zeit hatte der ehemalige Deep Purple-Bassist mit Drogen und Alkohol zu kämpfen gehabt. Heute erfreut er sich bester Gesundheit und ist glücklich, nüchtern zu sein.

  • Lange hatte Glenn Hughes mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen - doch heute erfreut er sich an seiner Nüchternheit.
	Foto: MrPanyGoff - Own work, CC BY-SA 3.0, Link

    Lange hatte Glenn Hughes mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen - doch heute erfreut er sich an seiner Nüchternheit.

    Foto: MrPanyGoff - Own work, CC BY-SA 3.0, Link

  • "Wenn ich auf der Stage bin, bin ich so voller Dankbarkeit und habe keine Angst vor gar nichts", sagte der Bassist im Interview mit einem britischen Radiosender.

    "Wenn ich auf der Stage bin, bin ich so voller Dankbarkeit und habe keine Angst vor gar nichts", sagte der Bassist im Interview mit einem britischen Radiosender.

    Foto: Press
  • 1973 bis 1976 gehörte Glenn Hughes der Mark III-Besetzung von Deep Purple an.

    1973 bis 1976 gehörte Glenn Hughes der Mark III-Besetzung von Deep Purple an.

  • Heute rockt er die Klassiker aus dieser Zeit wie "Stormbringer", "Burn" und "You Keep On Moving" auch live runter.

    Heute rockt er die Klassiker aus dieser Zeit wie "Stormbringer", "Burn" und "You Keep On Moving" auch live runter.

    Foto: Press
  • Laut eigener Aussage bekomme er heute besser Luft und schätze sein Publikum mehr - das hört man doch gerne! 


	Foto: Alberto Cabelloderivative work: MrPanyGoff - Flickr, CC BY 2.0, Link

    Laut eigener Aussage bekomme er heute besser Luft und schätze sein Publikum mehr - das hört man doch gerne! 

    Foto: Alberto Cabelloderivative work: MrPanyGoff - Flickr, CC BY 2.0, Link

Es läuft gut bei Glenn Hughes! Der Ex-Deep Purple-Bassist ist auf großer Europa-Tour und sich als neuestes Mitglied bei den Dead Daisies feiern lassen. In einem Interview mit dem englischen Radio-Sender TotalRock äußerte sich der 68-Jährige sehr offen über den aktuellen Aufschwung und die schweren Tage, die davor lagen: "Ich fühle mich großartig. Ich habe etwas Zeit gebraucht, was mich leider davon abgehalten hat zu touren, aber lasst mich euch versichern: Ich freue mich euch auf der Bühne zu sehen!"

Lange Zeit hatte Glenn Hughes mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen. Doch inzwischen erfreut er sich am Nüchternsein, wobei er das damals selbst nicht geglaubt hätte: "Als ich das erste Mal trocken wurde, hatte mir ein guter Freund vorher gesagt, dass ich bessere Songs schreiben würde und viel klarer sein würde. Ich dachte nur: 'Was? Ich habe doch schon alles erreicht, was es zu erreichen gab?!' Das hätte es für mich sein können - aber der Mann hatte Recht. Ich bekomme heute besser Luft, ich schätze mein Publikum mehr, ich bin hier für euch und nicht für mich. Möge das noch lange so weiter gehen!"

Die "neue" verfügbare Energie merkt er auch in seiner Performance. "Mein Freund Alan Shearer (ehem. englischer Fußballspieler, Anm. d. Red.) hat gesagt, wenn er Elfmeter schießt und beim Anlauf nur für einen Millimeter Angst hat, dann nagelt er den Ball an die Latte und trifft das Tor nicht. Wenn ich nun die Bühne betrete, ist meine Angst weg. Wenn ich sie wieder verlasse, laufe ich Gefahr umzukippen und ein paar andere Sachen, die nicht sein sollten. Aber wenn ich auf der Stage bin, bin ich so voller Dankbarkeit und habe keine Angst vor gar nichts."

Glenn Hughes feierte seine größten Erfolge Mitte der 1970er in der sogenannten Mark III-Besetzung von Deep Purple, außerdem sang er auf dem Black Sabbath-Album Seventh Star von 1986. Seit 2009 ist er außerdem Teil der Supergroup Black Country Communion zusammen mit Gitarren-Genie Joe Bonamassa und Jason Bonham, Sohn von Drummer-Legende John Bonham

Das ganze Interview zum Nachhören: