01.08.2019 | Music News Rammstein: Zeichen gegen Homophobie in Russland

Bei ihrer Show im Moskauer Luzhniki Stadion haben Rammstein erneut ein Zeichen für die LGBTQ-Gemeinschaft gesetzt. Bei der Zugabe küssten sich die Gitarristen Richard Kruspe und Paul Landers.

  • Es war nur ein kurzer Moment - doch er steckt voller Symbolkraft!

    Es war nur ein kurzer Moment - doch er steckt voller Symbolkraft!

    Foto: Universal Music
  • Auf der Bühne im Moskauer Luzhniki-Stadion küssten sich die beiden Rammstein-Gitarristen Paul Landers und Richard Kruspe.

    Auf der Bühne im Moskauer Luzhniki-Stadion küssten sich die beiden Rammstein-Gitarristen Paul Landers und Richard Kruspe.

    Foto: Universal Music
  • Eigentlich nicht spektakulär, wenn man bedenkt, was sich Rammstein schon alles für eine provokante Bühneneinlage einfallen ließen.

    Eigentlich nicht spektakulär, wenn man bedenkt, was sich Rammstein schon alles für eine provokante Bühneneinlage einfallen ließen.

    Foto: Universal Music
  • Doch in Russland, wo Homosexuelle mit öffentlicher Diskriminierung zu kämpfen haben, ist es ein sehr starkes Zeichen.

    Doch in Russland, wo Homosexuelle mit öffentlicher Diskriminierung zu kämpfen haben, ist es ein sehr starkes Zeichen.

    Foto: Jens Koch / Universal Music
  • Schon in Polen, wo die Schwule und Lesben ebenfalls große Probleme haben, zeigten sich Rammstein solidarisch.

    Schon in Polen, wo die Schwule und Lesben ebenfalls große Probleme haben, zeigten sich Rammstein solidarisch.

    Foto: Jens Koch / Universal Music

Eigentlich sollte man über eine solche Geste gar nicht berichten müssen. Doch auch im Jahr 2019 gibt es Länder, in denen Homosexualität ein Tabuthema ist, bzw. sogar unter Strafe steht. Russland ist ein solches Land, in dem Mitglieder der LGBTQ-Gemeinschaft seit Jahren mit öffentlicher Diskriminierung zu kämpfen haben - auch wegen der Politik der russischen Regierung.

Dagegen setzten die Berliner NDH-Helden von Rammstein nun ein Zeichen. Am Montag spielten die Berliner vor ausverkauftem Haus im Luzhniki Stadion in der russischen Hauptstadt Moskau - satte 83.000 Menschen waren an sich. Während der Zugabe küssten sich die Gitarristen Paul Landers und Richard Z. Kruspe auf den Mund. Das ist eigentlich weder spektakulär, noch war es die erste öffentliche "Liebesbekundung" in der Bandgeschichte (man denke an die Dildo-Performance bei "Bück dich"). In Russland sind allerdings öffentliche, positive Äußerungen über Homosexualität per Gesetz verboten.

Ähnlich ist die Situation für Schwule und Lesben in Polen. Bei einer Gay Pride Parade wurden die Teilnehmer mit Steinen und Flaschen beworfen. Auch dort hat Rammstein-Drummer Christoph Schneider vor wenigen Tagen eine große Regenbogen-Flagge geschwenkt als Zeichen der Solidarität. In diesem Sinne waren es gleich zwei politisch große Zeichen auf der aktuellen Tour von Rammstein - weil es egal ist, wen du liebst, solange du rockst!

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