01.08.2019 | Music News Reißleine gezogen: Woodstock 50 wird nicht stattfinden

Traurige Nachrichten für alle Fans, die bis zum letzten Moment gehofft hatten, den Geist von 1969 aufleben zu lassen: Die Neuauflage von Woodstock ist offiziell abgesagt.

  • Es hätte die Wiederauferstehung eines der legendärsten Festivals aller Zeiten werden sollen - Woodstock 50. 

    Es hätte die Wiederauferstehung eines der legendärsten Festivals aller Zeiten werden sollen - Woodstock 50. 

    Foto: Warner Music Group
  • Wo einst Größen wie Janis Joplin auftraten, hätten im August 2019 Newcomer wie Greta van Fleet rocken sollen, zum Beispiel neben einem Carlos Santana, der damals auch dabei war.

    Wo einst Größen wie Janis Joplin auftraten, hätten im August 2019 Newcomer wie Greta van Fleet rocken sollen, zum Beispiel neben einem Carlos Santana, der damals auch dabei war.

    Foto: Warner Music Group
  • Nun haben die Original-Veranstalter von damals die Reißleine ziehen müssen. Die Neuauflage von Woodstock wird nicht stattfinden.

    Nun haben die Original-Veranstalter von damals die Reißleine ziehen müssen. Die Neuauflage von Woodstock wird nicht stattfinden.

    Foto: Henry Diltz / Warner Music Group
  • Michael Lang beklagt Rückschläge, die nicht vorhersehbar waren und verweist auf die Feierlichkeiten am Originalstandort Bethel.

    Michael Lang beklagt Rückschläge, die nicht vorhersehbar waren und verweist auf die Feierlichkeiten am Originalstandort Bethel.

    Foto: Henry Diltz / Warner Music Group
  • Jimi Hendrix' Version von "Star Spangled Banner" wird also vorerst der letzte Gitarrenton sein, den wir von Woodstock hören. 

    Jimi Hendrix' Version von "Star Spangled Banner" wird also vorerst der letzte Gitarrenton sein, den wir von Woodstock hören. 

    Foto: Henry Diltz / Warner Music Group

Es hätte ein Tag für die Musikgeschichte werden sollen: Das legendäre Woodstock-Festival erwacht wieder zum Leben, aktuell angesagte Künstler treffen auf Legenden, die schon damals auf der Bühne standen - ein Tag voll Love, Peace & Rock'n'Roll. Doch nun ist das eingetreten, was sich über die letzten Wochen und Monate angedeutet hat: Das Festival ist abgesagt.

"Wir sind traurig, dass eine Reihe von unvorhergesehenen Rückschlägen es uns unmöglich gemacht hat, das Festival, wie wir es uns vorgestellt hatten [...] durchzuführen", teilt Veranstalter Michael Lang mit. Schon als der Hauptsponsor früh abgesprungen war, sah es düster aus für die Neuauflage - als die geplanten Veranstaltungsorte auch noch absagten, war vielen klar, dass das nichts mehr wird.

Doch zuletzt keimte Hoffnung auf, als die Organisatoren vermeldeten, die Konzerte könnten im Merriweather Post Pavilion in Columbia, Maryland stattfinden. Doch auch hier kristallisierten sich früh erste logistische Probleme heraus und nun herrscht traurige Gewissheit. 

"Aufgrund von Verträgen, die den Umkreis der Konzerte einiger Acts bestimmten, hätten viele Acts nicht teilnehmen dürfen", erklärt Lang. "Ich möchte die Künstler und Agenten, die alle voll bezahlt wurden, ermutigen, 10 Prozent ihrer Gagen an eine Organisation ihrer Wahl zu spenden - im Sinne des Friedens. Wir danken den Bands, den Fans und unseren Partnern, die bis zum Schluss hinter uns standen."

Zu guter Letzt verwies der Mitbegründer des damaligen Woodstock auf die Veranstaltung in Bethel hin, wo damals The Who, Janis Joplin, Jimi Hendrix und viele mehr die Bühne gerockt haben. Michael Lang sagt: "Meine Gedanken sind in Bethel und ihrer Feier des 50-jährigen Jubiläums, um die Werte von Leidenschaft, Menschenwürde und die Schönheit unserer Unterschiede wieder zu stärken."

Love, Peace & Rock'n'Roll: