09.08.2018 | Music News ​Musikindustrie: Was Bands wirklich verdienen

Eine neue Studie hat Musikern nicht gerade rosigen Zeiten beschieden: Gerade mal 12 Prozent der Gesamteinnahmen der Musikindustrie landen bei den MusikerInnen.

  • <p>Eine neue Studie belegt: Nur 12 Prozent der Gesamteinnahmen in der Musikindustrie gehen an Künstler.</p>

    Eine neue Studie belegt: Nur 12 Prozent der Gesamteinnahmen in der Musikindustrie gehen an Künstler.

  • <p>12 Prozent ist dabei eigentlich noch gut - im Vergleich zum Jahr 2000 stieg der Musikerverdienst um fünf Prozent an.&nbsp;</p>

    12 Prozent ist dabei eigentlich noch gut - im Vergleich zum Jahr 2000 stieg der Musikerverdienst um fünf Prozent an. 

  • <p>Technische Revolutionen wie MP3s, Download- und Streamingplattformen haben die herkömmliche Musikindustrie in den letzten Jahren extrem verändert.</p>

    Technische Revolutionen wie MP3s, Download- und Streamingplattformen haben die herkömmliche Musikindustrie in den letzten Jahren extrem verändert.

  • <p>Auch Labels, Vertriebe, Konzertagenturen und andere Dienstleister fordern einen Großteil des Kuchens für sich.</p>

    Auch Labels, Vertriebe, Konzertagenturen und andere Dienstleister fordern einen Großteil des Kuchens für sich.

  • <p>Dieser Zuwachs ist wohl dem exzessiven Touren der Bands zu verdanken - Live-Auftritte sind mittlerweile die größte Einnahmequelle für Musiker.</p>

    Dieser Zuwachs ist wohl dem exzessiven Touren der Bands zu verdanken - Live-Auftritte sind mittlerweile die größte Einnahmequelle für Musiker.

Dass MP3s, Downloadplattformen und Streamingdienste die herkömmliche Musikindustrie in den vergangenen Jahren vor allem technisch revolutionierten, ist bekannt. Bands verdienen ihr Geld auch deshalb mittlerweile eher im Livebereich als mit dem Verkauf von Tonträgern.

Bekannt ist auch, dass MusikerInnen als die Urheber der Werke nicht diejenigen sind, die von den erwirtschafteten Erlösen am meisten profitieren. Labels, Vertriebe, Verlage, Livepromoter und andere Player fordern einen Großteil des zu verteilenden Kuchens für sich ein.

Eine Studie des US-amerikanischen Finanzdienstleisters Citigroup bietet nun interessante Einblicke: Die Gesamtumsätze der Musikindustrie in den USA 2017 lagen bei 43 Milliarden US-Dollar - trotz aller Veränderungen ein genauso hoher Wert wie im Jahr 2006, dem bisher umsatzstärksten Jahr überhaupt. 

Jetzt kommt jedoch der Haken für alle MusikerInnen: Nur 12 Prozent der Gesamteinnahmen bleiben bei den Künstlern hängen. Und damit sind sie noch gut bedient, denn Anno 2000 lag dieser Anteil bei nur sieben Prozent. Der prozentuale Anstieg sei vor allem dem exzessiven Touren der Bands zu verdanken.