05.06.2020 | Music News Das Rock News-Update am 05.06.2020

Die aktuellen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung verbieten Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August. Aktuelle Meldungen zu Festivals und Konzerten findet ihr hier.

Die Rock News des Tages:

Trauer um Sweet-Mitbegründer Steve Priest. Der langjährige Bassist und Sänger der Glam Rocker ist im Alter von 72 Jahren verstorben. Das und mehr erfahrt ihr im ROCK ANTENNE Hamburg Rock News Update!

Mit einem Klick zur Band: SWEETRUSHMACHINE GUN KELLY FEAT. TRAVIS BARKERCHESTER BENNINGTONNOFX / FRANK TURNER

Sweet: Bassist und Sänger Steve Priest ist tot

Traurige Nachrichten von den Glam Rock-Ikonen von Sweet. Wie die Band über Facebook bestätigte, ist Gründungsbassist Steve Priest am Donnerstag im Alter von 72 Jahren verstorben. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

Sweet-Mastermind Andy Scott, der nun das letzte lebende Mitglied der Urbesetzung von Sweet ist, schreibt: "Ich bin am Boden zerstört. Steves Frau Maureen und ich waren immer in Kontakt und selbst als seine Gesundheit schlechter wurde, hatte ich mich auf diesen Moment nie vorbereitet."

Steve sei der beste Bassist, mit dem er je zusammengearbeitet hatte. "Der Lärm, den wir als Band gemacht haben, war so kraftvoll." Priest war bis 1982 Mitglied bei Sweet - mit ihm am Viersaiter feierte man Erfolge wie "Fox On The Run" und "Ballroom Blitz". Nachdem Sänger Brian Connolly die Band 1979 verlassenhatte, übernahm er mit Andy Scott auch die Gesangsparts.

Auch wir ziehen unseren Hut und sagen Rock in Peace, Steve!

Mehr von Sweet auf ROCK ANTENNE Hamburg:

Rush: Alex Lifeson möchte erst einmal keine Musik mehr machen

Das Jahr 2020 begann mit Rock-Fans mit einem Schock. Neil Peart, Drummer von Rush und einer der begabtesten Musiker seines Fachs, war im Alter von 67 Jahren an einem Hirntumor verstorben. Eine Tragödie, die seine Kollegen Geddy Lee und Alex Lifeson heute noch beschäftigt.

"Seit Neil im Januar gestorben ist, habe ich nur sehr wenig Gitarre gespielt", so Lifeson im Interview mit WFAN. "Ich fühle mich nicht inspiriert und bin nicht motiviert. Es war genau so als Neils Tochter 1997 bei einem Autounfall gestorben war. Ich habe fast ein Jahr nichts mehr gespielt."

Fans hatten spekuliert, ob Lee und Lifeson einen Weg finden würden, Rush in Gedenken an Peart noch einmal auferstehen zu lassen. Doch der Gitarrist enttäuscht die Hoffnungen vorerst: "Ich fühle es gerade nicht in meinem Herzen. Immer wenn ich eine Gitarre aufhebe, zupfe ich etwas herum und lege sie nach zehn Minuten wieder weg."

Foto: Warner Music Group

Machine Gun Kelly feat. Travis Barker: Gemeinsames Cover von Rage Against The Machine

US-Rapper Machine Gun Kelly hat einmal mehr seine Rock-Affinität unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit blink-182 Drummer Travis Barker nahm er ein Cover des Rage Againt The Machine-Klassikers "Killin' In The Name" auf.

Der Hintergrund war leider ein trauriger. Mit dem Cover wollen die Musiker ihre Solidarität mit den Protesten zeigen, die seit dem Mord an Afro-Amerikaner George Floyd in den USA wüten. Floyd war vergangene Woche verstorben, nachdem ein Polizist fast neun Minuten auf seinem Hals gekniet hatte.

Die Songs von Rage Against The Machine, die teilweise vor über 25 Jahren erschienen sind, wirken heute erschreckend aktuell. Auch die 10-jährige Twitter-Userin Nandi Bushell hat den RATM-Song "Guerilla Radio" eingespielt, um auf die Black Live Matters-Bewegung aufmerksam zu machen.

Chester Benningtons alte Band Grey Daze hat ein altes Video ausgegraben, das einen Chester in Teenager-Jahren zeigt, während er den Nirvana-Klassiker "Polly" singt.

Schlagzeuger Sean Dowdell erinnert sich im Kerrang!-Magazin, wie der spätere Linkin Park-Frontmann schon damals auffiel, weil er "mit der Melodie schreien konnte. Und das war vor Bands wie System of a Down. Aber er konnte auch die Stone Temple Pilots, Nirvana, Soundgarden und Pearl Jam nachsingen – all diese Bands, zu denen wir damals aufgesehen hatten."

Am 26. Juni veröffentlichen Grey Daze ihr Album Amends, das Vocals des verstorbenen Bennington enthalten wird. Vor seinem Tod hat er mit seinen Freunden an einem Mini-Comeback der Band gearbeitet.

Die Punkrock-Helden von NOFX haben sich mit Folk Rocker Frank Turner zusammengetan und das Split-Album West Coast vs. Wessex auf den Weg gebracht.

Am 31. Juli erscheint die Platte und wird jeweils fünf Coverversionen des anderen Künstlers enthalten. Während sich NOFX unter anderem "Thatcher Fucked The Kids", "Substitute" und "Worse Things Happen At Sea" vorgenommen haben, trällert Turner die Klassiker "Bob", "Scavenger Type" und "Eat The Meek".

"Als Fat Mike mich gefragt hat, ob ich das machen will, machte ich mir vor Freude in die Hosen und schrie: 'Scheiße ja!'", freut sich Frank Turner über die Zusammenarbeit. Auch der NOFX-Frontmann hatte viel Spaß dabei: "Ich habe vor allem viele Akkorde geändert. Frank schlägt mich um Längen beim Gesang, also habe ich hier und da eine Melodie eingeworfen, an die er nicht gedacht hat."

Die ersten Vorgeschmäcker seht ihr hier in den Videos!