22.06.2020 | Music News Das Rock News-Update am 22.06.2020

Kurt Cobains Gitarre wird für eine Rekordsumme versteigert, Tom Pettys erben legen sich mit Trump an und Papa Roach basteln am neuen Album. Das und mehr erfahrt ihr im ROCK ANTENNE Hamburg Rock News Update!

Mit einem Klick zur Band: NIRVANATOM PETTYPAPA ROACHJAY WEINBERGLZZY HALE

Nirvana: Kurt Cobains Gitarre bricht Versteigerungsrekord

Auch über 26 Jahre nach seinem tragischen Tod stellt Kurt Cobain neue Weltrekorde auf. Am Wochenende wurden über 800 Memorabilia verschiedener Künstler im Auktionshaus Juliens in Beverly Hills versteigert – Highlight war die Martin D-18E Akustikgitarre, die Kurt bei Nirvanas legendären „Unplugged“-Konzert 1993 gespielt hat.

Für unglaubliche 6,01 Millionen US-Dollar ist die Gitarre über den Tisch gegangen. Damit übertraf Kurts Gitarre den bisherigen Versteigerungsrekord von knapp 4 Millionen US-Dollar, die David Gilmours „The Black Strat“ vor etwa einem Jahr aufgestellt hatte.

Meistbietender war der australische Geschäftsmann Peter Freedman, der die Audiotechnik-Firma Rode Microphones leitet. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa gab er an: „Ich war bereit, jeden Preis für diese Gitarre zu zahlen.“ Das hat er zweifellos bewiesen!

Doch im Regal verstauben soll das Schätzchen nicht. Freedman will mit der Gitarre und weiteren Nirvana-Erinnerungsstücken auf Tour gehen und dabei Geld für gute Zwecke sammeln. „Meine Familie ist durch die Musikszene reich geworden“, so der Geschäftsmann. Nun wolle er Spenden für Künstler sammeln, die unter der Corona-Krise besonders leiden und sich für eine bessere Absicherung von Musikern einsetzen.

Streit zwischen den Nachfahren des verstorbenen US-Rockers Tom Petty und US-Präsident Donald Trump. Bei seiner ersten Wahlkampf-Großveranstaltung seit Ausbruch der Corona-Krise, hatte das Team des Präsidenten am Wochenende den Petty-Klassiker „I Won’t Back Down“ über die Lautsprecher laufen lassen.

Pettys Familie ist daraufhin via Social Media sehr deutlich geworden: „Trump hatte zu keinem Zeitpunkt die Erlaubnis diesen Song zu spielen, noch dazu bei einer Kampagne, die so viele Amerikaner und die Gemeinschaft zurücklässt!“

Zudem hätte Tom Petty nie einen Präsidenten wie Trump und dessen „Kampagne des Hasses“ unterstützt. „Tom Petty und seine Familie stehen gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art“, heißt es in dem Statement.

Immer wieder wehren sich Musiker gegen die Verwendung ihrer Musik durch Präsidentschaftskandidaten. Auch Bruce SpringsteenTwisted Sister und R.E.M. haben Trump bereits untersagt, ihre Songs auf Wahlkampfveranstaltungen zu spielen.

Papa Roach wollen ihren Zwei-Jahres-Rhythmus in Sachen Albumveröffentlichungen offensichtlich beibehalten. Wie Frontmann Jacoby Shaddix nun im Interview mit LAMC Productions ankündigte, dürfen wir uns wohl bald wieder auf Neues freuen.

„Da wir eine ganze Weile zuhause in Quarantäne waren, hatten wir viel Zeit, um Songs zu schreiben“, verrät der Sänger. „Wir haben aktuell etwa zehn Songs fertig und werden noch etwas weiter an Musik arbeiten. Wir werden wahrscheinlich nächstes Frühjahr ein neues Album herausbringen.“

Ihre aktuelle Platte Who Do You Trust? erschien im Januar 2019, zuletzt koppelten Papa Roach die Single „Feel Like Home“ daraus aus und präsentierten ein passendes Video aus dem Homeoffice.

Normalerweise rastet er mit Maske am Schlagzeug von Slipknot aus – doch in diesem Video präsentiert sich Jay Weinberg zusammen mit ein paar ausgewählten Kumpels als Muster-Sohn.

Zum Vatertag, der in den USA erst vergangenen Sonntag gefeiert wurde, coverte er den Bruce Springsteen and the E Street Band-Song „Candy’s Room“ – wir erinnern uns, am Schlagzeug der E Street Band sitzt Max Weinberg, der dem Sohnemann die Drumsticks quasi in die Wiege gelegt hat.

„Candy’s Room“ erschien 1978 auf dem Album Darkness on the Edge of Town. Auch wenn die Nummer nie als Single erschien, ist sie ein absoluter Liebling unter Springsteen-Fans. Bei der musikalischen Ausbildung hat Max bei Jay zweifellos ganze Arbeit geleistet.

Foto: ROCK ANTENNE | Jamie McIsaac

Kaum jemand gibt es gerne zu, doch so genannte Backing Tracks bei Live-Konzerten – also eine musikalische Unterstützung vom Band – werden immer populärer. Manchmal aus durchaus guten Gründen, denn warum sollte man den Sound auf der Bühne für das Publikum nicht noch mächtiger klingen lassen?

Halestorm-Frontfrau Lzzy Hale möchte davon allerdings nichts wissen. Im Interview mit Danny Wimmer und dessen Serie „Offstage With DWP“ erzählte sie davon, dass sie mit anderen Musikern auf der Bühne stand und auf ihrem In Ear-Kopfhörer ständig den Takt mitlaufen hörte. „Ich dachte nur, das würde mich verrückt machen!“, so die Sängerin.

Demnach würde sie niemanden verurteilen, der live auf Backing Tracks zurückgreift, „tut, was ihr für richtig haltet“, aber bei Halestorm würde so etwas nie vorkommen, alles ist zu 100% live: „Irgendwie ist das ein Statement geworden und darauf bin ich sehr stolz. Wenn wir nicht live spielen würden, würden wir schlechtere Musiker werden.“