17.02.2020 | Specials Unser Porträt von Billie Joe Armstrong: "King For A Day"

Mit Green Day hat er den Punk zweimal zurück in die Charts geholt. Einmal Anfang der Neunziger mit "Dookie" und zum zweiten Mal mit "American Idiot" 2004. Heute feiert Billie Joe Armstrong seinen 48. Geburtstag!

  • Wir feiern heute Green Day-Frontmann Billie Joe Armstrong!

    Wir feiern heute Green Day-Frontmann Billie Joe Armstrong!

    Foto: laut.de
  • Mit Green Day ist er heute nicht mehr von der großen Bühne wegzudenken...

    Mit Green Day ist er heute nicht mehr von der großen Bühne wegzudenken...

    Foto: Warner Music Group
  • ... doch als sie 1994 mit Dookie ihren Durchbruch feierten, holten sie den Punkrock aus den kleinen Clubs wieder zurück in die Charts.

    ... doch als sie 1994 mit Dookie ihren Durchbruch feierten, holten sie den Punkrock aus den kleinen Clubs wieder zurück in die Charts.

    Foto: Warner Music Group
  • Und bis heute lieben die Fans Green Day dafür - mal ganz abgesehen von den phänomenalen Live-Shows.

    Und bis heute lieben die Fans Green Day dafür - mal ganz abgesehen von den phänomenalen Live-Shows.

    Foto: laut.de
  • Ihr jüngster Coup gelang ihnen mit dem neuen Album Father Of All Motherfuckers, bei dem sie eindrucksvoll beweisen, dass sie es nach wie vor verstehen, sich neu zu erfinden.

    Ihr jüngster Coup gelang ihnen mit dem neuen Album Father Of All Motherfuckers, bei dem sie eindrucksvoll beweisen, dass sie es nach wie vor verstehen, sich neu zu erfinden.

    Foto: Frank Maddocks / Warner Music Group

Als Billie Joe Armstrong am 17. Februar 1972 das Licht der Welt erblickte, hat er die Musik bereits im Blut. Sein Vater war Schlagzeuger in einer Jazz-Band und er war es auch, der Billie Joe seine erste Gitarre geschenkt hat. Doch wie sein alter Herr, begeistert sich Billie zunächst für das Schlagzeug und ist 1977 auf der Platte Look For Love zu hören. 

In seinen Teenager-Jahren verschlägt es Billie Joe Armstrong in die Punk-Szene der East Bay in San Francisco, Kalifornien. Im legendären Club 924 Gilman Street standen er und seine Freunde regelmäßig im Publikum und sahen junge Bands aus der Region, bis sie schließlich selbst beschlossen, eine Gruppe zu gründen. 

Im Alter von 15 Jahren gründeten er und sein Schulkamerad Mike Dirnt die Gruppe Sweet Children die später zu Green Day werden sollten. Unter ihrem neuen Namen läuteten sie langsam aber sicher das Punk-Revival ein und waren neben Bands wie Rancid und The Offspring zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Nach 39/Smooth (1990) und Kerplunk! (1992) veröffentlichten sie 1994 ihre Scheibe Dookie mit Hits wie "Basket Case", "Longview" und "When I Come Around". Es war ihr Durchbruch und Punkrock war plötzlich wieder in den Charts.

Doch der Erfolg drohte so schnell zu verfliegen, wie er gekommen war. Die Folgealben konnten - trotz vereinzelter Hits wie die Ballade "Good Riddance" - nicht an den Erfolg von Dookie anknüpfen und Schreibblockaden warfen Armstrong zu Jahrtausendwende in ein emotionales Loch. Außerdem war die Band vom ständigen Touren regelrecht ausgebrannt, weswegen sie sich nach dem 2000er Warning eine Pause gönnten. 

Auch wenn sie diese Entscheidung heute als "Fehler" sehen, es scheint, als ob sie alles richtig gemacht hätten. Mit American Idiot meldete sich das Punk-Trio in ganz großem Stile zurück. Mit "Holiday", "Boulevard Of Broken Dreams" und "Wake Me Up When September Ends", hatten sie das Hit-Schreiben wieder für sich entdeckt und das wurde mit Spitzenplatzierungen in den Charts - sowohl in den Staaten, als auch in Europa - belohnt. 

Seit American Idiot sind Billie Joe Armstrong und Green Day nicht mehr von der großen Bühne wegzudenken. Mit 21 Century Breakdown und Revolution Radio feierten die Jungs weitere Erfolge und neben der Musik versucht sich Billie Joe Armstrong als Label-Chef, Inhaber eines Cafés und ein paar Nebenprojekten wie The Longshot. Sein jüngster Coup mit Green Day gelang ihm mit dem neuen Album Father Of All Motherfuckers - damit wird er 2020 auch in der Rock-Republik Deutschland zu sehen sein: Auf den Zwillingsfestivals Rock im Park und Rock am Ring sowie am  03. Juni in Berlin.

Für so viel Multitalent, Kreativität und Masse an Hits gehört man auf jeden Fall einmal ordentlich gefeiert!

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