21.10.2019 | Specials Die 10 besten Rock-Songs... zum Stottern

Nichts läge uns ferner, als uns über einen Sprachfehler lustig zu machen - denn wie wir bei diesem Sound hören, rockt man stotternd phänomenal!

Foto: Henry Diltz / Warner Music Group

Am 22. Oktober wird weltweit der Tag des Stotterns begangen. Damit will man auf eine Sensibilisierung im Umgang mit dem Sprachfehler hinarbeiten - denn viele, die darunter leiden, haben Probleme mit dem Selbstbewusstsein und haben im Alltag viele Hürden zu überwinden. Telefonate, Einkäufe und so weiter...

Experten geben den Tipp, offensiv und selbstbewusst mit dem Stottern umzugehen. Sollte eigentlich kein Problem sein, denn wie wir Rock-Fans wissen, kann man mit dem Stottern wahnsinnig gute Songs schreiben und singen. 

Die 10 besten Rocksongs zum Stottern gibt's hier: 
  • The Who - "My Generation"

    Wohl das berühmteste Missverständnis zwischen The Who und der britischen BBC. Der britische Rundfunk warf Sänger Roger Daltrey doch tatsächlich vor, sich in "My Generation" über stotternde Menschen lustig zu machen und weigerte sich lange Zeit, den Song im Radio zu spielen. 

  • George Thorogood - "Bad To The Bone"

    Tatsächlich vermuten wir, dass manche Sänger einfach angeben wollenm wie schnell sie den gleichen B-b-b-b-b-buchstaben hintereinander sagen können, wie in diesem Fall von George Thorogood.

  • Bachman Turner Overdrive - "You Ain't Seen Nothing Yet"

    Hier wollte sich Frontmann Randy Bachman tatsächlich über jemanden lustig machen - und zwar über seinen Bruder Gary, der Probleme mit dem Stottern hatte. Eigentlich sollte die Nummer ein reiner Witz sein, doch stattdessen wurde es ein Riesen-Hit für Bachman Turner Overdrive.

  • The Knack - "My Sharona"

    Scheinbar war Frontmann Doug Fieger so beeindruckt von seiner Freundin Sharona Alperin, dass er keinen geraden Satz herausbringen konnte. Doch wir wollen uns nicht beschweren, denn ohne das Stottern von "My Sharona" wäre der Hit wohl nur halb so legendär geworden. 

  • Royal Republic - "Baby"

    Doch manchmal braucht es auch gar keine Begründung für ein Stottern im Song, wenn es einfach in den Groove reinpasst. Und Groove ist schließlich der zweite Vorname von Royal Republic!

  • Guns N'Roses - "Welcome To The Jungle"

    Es gibt viele verschiedene Versionen der Geschichte, wie Axl Rose auf den Titel "Welcome To The Jungle" gekommen sein soll. Er selbst erzählte von einer Begegnung auf dem Schulhof, wo ihm ein Junge die Worte "You're in the jungle, Baby! You're gonna die!", entgegnet haben soll. Ein Freund von Axl erinnert sich daran, dass ein Lastwagenfahrer den Satz verwendet haben soll. Doch wichtig ist nur, dass der Dschungel dich in die "Shunn-n-n-n-n-n-n-knees" zwingt!

  • Jimmy Eat World - "A Praise Chorus"

    Mit dieser Nummer aus dem Jahr 2001 feierten Jimmy Eat World einfach die Musik an sich - sie spielen auf verschiedene Songs wie "Kickstart My Heart" von Mötley Crüe und "Our House" von Madness an und mit dem Stottern vielleicht auch ein bisschen auf "My Generation" von The Who.  

  • Van Halen - "Bullethead"

    A Different Kind of Truth, auf dem auch dieser Song erschienen ist, ist das aktuellste Album von Van Halen. Doch tatsächlich stammen die meisten Kompositionen darauf aus den Anfangsjahren der Hard Rock-Giganten. Auch "Bullethead" kam aus einer Demoaufnahme aus dem Jahr 1977.

  • David Bowie - "Changes"

    Ursprünglich war die Nummer als Parodie auf die Musik in diversen Nachtclubs gedacht - doch sie wurde einer der Hits von David Bowie, ganz sicher wegen des unverwechselbaren Stotterns!

  • The Trashmen - "Surfin' Bird"

    Es ist wohl DER Kult-Stotter-Song der Rock-Geschichte und nicht nur durch die Erwähnung in der Cartoon-Serie "Family Guy" legendär. Inspiriert vom großen Dick Dale nahmen sie 1963 die Nummer "Surfin' Bird" auf und legten los. Der verrückte Zwischenteil entstand übrigens aus der Not heraus: Ursprünglich wollte Sänger Steve Wahrer eine Pause machen, doch das hörte sich blöd an. Stattdessen stotterte er drauf los und das Ergebnis hören wir hier.

Fun Fact: 

Singen ist tatsächlich eine Therapiemethode gegen das Stottern, weil man sich mehr auf Rhythmus und Melodie konzentriert. Beim normalen Sprechen machen wir zwischen den Wörtern kurze Pausen und in diesen verhaspeln sich Stotterer meistens - beim Singen gibt es diese Pausen nicht.