01.10.2021 | Specials Happy 70th Birthday, Sting: Unser Porträt über den Kreativvulkan

Punk, Reggae, Jazz, Weltmusik - Sting ist wahrlich ein Alleskönner und das nutzt er auch in seiner Musik. Nicht immer zu Freuden der Fans, aber immer mit sich im Reinen.

  • Am 02. Oktober 1951 kam Gordon Sumner auf die Welt - seinen Künstlernamen Sting bekam er, weil er in jungen Jahren gerne einen gelb-schwarz gestreiften Pullover und damit wie eine Biene aussah. Aus dem Bild wurde eben "Sting", zu deutsch "Stachel".

    Am 02. Oktober 1951 kam Gordon Sumner auf die Welt - seinen Künstlernamen Sting bekam er, weil er in jungen Jahren gerne einen gelb-schwarz gestreiften Pullover und damit wie eine Biene aussah. Aus dem Bild wurde eben "Sting", zu deutsch "Stachel".

    Foto: Universal Music
  • Ausgerechnet auf der Punk-Welle sollte der Jazz-Fan zu seinen ersten großen Erfolgen reiten. Mit der Band The Police veröffentlichte er fünf Alben, die allesamt zu Riesenerfolgen wurden - dabei spielten sie zum Beispiel ihre erste US-Tour mit geliehenen Instrumenten.

    Ausgerechnet auf der Punk-Welle sollte der Jazz-Fan zu seinen ersten großen Erfolgen reiten. Mit der Band The Police veröffentlichte er fünf Alben, die allesamt zu Riesenerfolgen wurden - dabei spielten sie zum Beispiel ihre erste US-Tour mit geliehenen Instrumenten.

  • Doch obwohl The Police bereits begonnen hatten, mit anderen Sounds zu experimentieren, war es dem Kreativkopf schon damals nicht genug. Er konzentrierte sich auf seine Solokarriere und damit auf seine Liebe zu Jazz, Soul und Weltmusik.

    Doch obwohl The Police bereits begonnen hatten, mit anderen Sounds zu experimentieren, war es dem Kreativkopf schon damals nicht genug. Er konzentrierte sich auf seine Solokarriere und damit auf seine Liebe zu Jazz, Soul und Weltmusik.

    Foto: Rex Features / Warner Music Group
  • Dabei arbeitete er mit vielen verschiedenen Musikern zusammen, egal aus welchem Genre. Wir erinnern uns natürlich gerne an die Meganummer "Money For Nothing", die er mit den Dire Straits einspielte.

    Dabei arbeitete er mit vielen verschiedenen Musikern zusammen, egal aus welchem Genre. Wir erinnern uns natürlich gerne an die Meganummer "Money For Nothing", die er mit den Dire Straits einspielte.

    Foto: Universal Music
  • Weniger Rock-affin war da schon seine Zusammenarbeit mit dem Reggae-Künstler Shaggy. Doch bei Sting kann man sich sicher sein: Jede Idee, die er auf Platte bannt, ist ausgefeilt und soll vom Anfang bis zum Schluss perfekt klingen.

    Weniger Rock-affin war da schon seine Zusammenarbeit mit dem Reggae-Künstler Shaggy. Doch bei Sting kann man sich sicher sein: Jede Idee, die er auf Platte bannt, ist ausgefeilt und soll vom Anfang bis zum Schluss perfekt klingen.

    Foto: Universal Music
  • Seine Fans haben ihm lange nicht verziehen, dass er The Police nicht mehr verfolgte. Doch mit Hits "Englishman in New York", "Be Still My Beating Heart" oder "Fields Of Gold" hat er sich viele Herzen zurück- und zahlreiche neu hinzuerobert.

    Seine Fans haben ihm lange nicht verziehen, dass er The Police nicht mehr verfolgte. Doch mit Hits "Englishman in New York", "Be Still My Beating Heart" oder "Fields Of Gold" hat er sich viele Herzen zurück- und zahlreiche neu hinzuerobert.

    Foto: Universal Music
  • Kurz gesagt: Sting ist ein brillanter Musiker, der sowohl für die großartigen Hits mit The Police, als auch für seine Solowerke kräftig gefeiert werden muss!

    Kurz gesagt: Sting ist ein brillanter Musiker, der sowohl für die großartigen Hits mit The Police, als auch für seine Solowerke kräftig gefeiert werden muss!

    Foto: Universal Music

"Viele Leute haben damals behauptet, mein Ausstieg bei Police wäre ein Risiko. Das habe ich nie so gesehen. Ein Risiko ist für mich zu sehen, was die Popmusik gerade macht, und ich dann einen anderen Weg einschlage!" Mit diesem Zitat beschreibt sich Gordon Sumner - natürlich besser bekannt als Sting - eigentlich ziemlich perfekt. Musikalische Grenzen gibt es für Sting nicht. Er arbeitet, mit wem er will, experimentiert, wohin er will und am Ende kommt dabei was Gutes heraus.

Am 02. Oktober 1951 kam der kleine Gordon in der englischen Hafenstadt Wallsend zur Welt. Als Sohn einer Friseurin und eines Milchmanns, half er seinem Vater hin und wieder bei der Arbeit und war zuhause von einer alten, spanischen Gitarre besessen, die ein alter Freund der Familie zurückgelassen hat. Doch eine Karriere als Musiker strebte er lange nicht an... nicht, dass er nicht musikbegeistert war - er sah Cream und Manfred Mann live spielen, trieb sich in Jazzclubs rum, spielte in verschiedenen Freizeitbands, aber hauptberuflich wurde er erst einmal Lehrer.

Das änderte sich schlagartig, als er 1977 den Schlagzeuger Stewart Copeland und Gitarrist Andy Summers traf. Sting war nach London gezogen und suchte nach neuen Mitmusikern. In der Band Strontium 90 spielten sie zum ersten Mal zusammen und nach einem Jahr kam Summers in die von Copeland und Sting neu gegründete Formation The Police. Zwar sollte diese Band nur sieben Jahre existieren, doch am Ende standen fünf Alben, die allesamt zu Meilensteinen wurden. Sie waren eine der ersten Bands, die Punk, Reggae und Mainstream-Pop vereinen konnten.

Doch selbst diese Vielseitigkeit war Sting nicht genug. Schon bei ihrem letzten Album Synchronicity sprachen die Mitglieder kein Wort mehr miteinander und so beschloss der Sänger die Bandaktivitäten ruhen zu lassen und sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren - sehr zum Missfallen der Police-Fans. Sting verpackte seine Vorlieben für Jazz, Soul und Weltmusik in seinem Sound und vergraulte damit vielleicht diejenigen, die hofften, er würde sich auf die Punk-Wurzeln seiner Band zurückbesinnen, allerdings gewann er zahllose neue Fans hinzu, die begeistert waren.

Mit Songs wie "Englishman in New York", "Be Still My Beating Heart" oder "Fields Of Gold" kletterte Sting die Erfolgsleiter immer weiter nach oben und darf sich heute getrost als lebende Legende bezeichnen lassen - was er selbst natürlich nie tun würde. Stattdessen wartet er auf die nächste Idee, beobachtet deren Auswüchse er beobachtet und sie letztendlich so arrangiert, dass am Ende alles an der richtigen Stelle steht. Das Ergebnis muss nicht jedem gefallen, aber man kann davon ausgehen, dass es immer ein ausgefeilter Hit ist.

Für diese kreativen Ausmaße und das Einreißen musikalischer Grenzen, muss man Sting auch einfach mal dankbar sein - und deswegen wünschen wir ihm zu seinem 70. Geburtstag nur das Beste mit dem passenden Sound auf ROCK ANTENNE Hamburg!

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