25.10.2019 | Crossover Geht bei euch der Punk ab, oder geht euch Punk ab?

Zum "Punk For A Day"-Day holen wir die Sicherheitsnadeln raus, stellen uns den Iro auf und das Dosenbier kalt. Wir sagen euch, wie ihr richtig feiert.

  • Punk ist nicht tot - nur ein bisschen müde. Um die schönste Subkultur der Welt wieder etwas aufleben zu lassen, könnt ihr zehn Regeln befolgen, die ihr hier zum Durchklicken findet -->

    Punk ist nicht tot - nur ein bisschen müde. Um die schönste Subkultur der Welt wieder etwas aufleben zu lassen, könnt ihr zehn Regeln befolgen, die ihr hier zum Durchklicken findet -->

    Die 10 wichtigsten Regeln für Punks
  • Die 10 wichtigsten Regeln für Punks
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  • Die 10 wichtigsten Regeln für Punks

Punk zu sein ist schwer, wenn man nicht weiß wie es richtig geht. Doch zum Glück habt ihr uns! Zum jährlichen, internationalen "Punk For A Day"-Day am 25. Oktober, verpassen wir euch schneller den Spirit of '76, als ein Punk-Song dauern darf. 

Dazu gibt es 10 zu befolgende Regeln, die alle eure Fragen zum Thema Punk beantworten. Kleiderwahl, politische Einstellung, welche Bands ihr hören dürft... alles ist festgelegt! Dazu gibt es eine kleine Geschichtsstunde zu diversen Punk-Bands und natürlich den passenden Soundtrack in unserem Punkrock-Stream!

Punk-Bands und ihre Geschichte:

  • Sagen wir, wie es ist: Punkrock kann man nicht ohne die 
	Sex Pistols schreiben. Ihr erstes Album veröffentlichte die Band 1977: Nevermind The Bollocks, Here's the Sex Pistols. Es sollte ihr einziges bleiben. Nach einer USA-Tour im Frühjahr 1978 verließ Sänger Rotten die Band und es kam zur entgültigen Auflösung. Eine Karriere wie ein Punksong: Schnell, Laut, kurz! 
	Foto: Koen Suyk. In: Nationaal Archief, Den Haag, Anefo Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0 nl, Link

    Sagen wir, wie es ist: Punkrock kann man nicht ohne die Sex Pistols schreiben. Ihr erstes Album veröffentlichte die Band 1977: Nevermind The Bollocks, Here's the Sex Pistols. Es sollte ihr einziges bleiben. Nach einer USA-Tour im Frühjahr 1978 verließ Sänger Rotten die Band und es kam zur entgültigen Auflösung. Eine Karriere wie ein Punksong: Schnell, Laut, kurz! 

    Foto: Koen Suyk. In: Nationaal Archief, Den Haag, Anefo Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0 nl, Link

  • Parallel mit losgetreten wurde die Punkwelle in England von The Clash! Tatsächlich verließ Frontmann Joe Strummer damals seine alte Band, weil er fürchtete, nie an die Sex Pistols hinreichen zu können - mit The Clash erspielte er sich mindestens einen ähnlichen Kultstatus und rein musikalisch hatten Stummer, Mick Jones, Paul Simonon und Terry Chimes weitaus mehr Varianz zu bieten.

    Parallel mit losgetreten wurde die Punkwelle in England von The Clash! Tatsächlich verließ Frontmann Joe Strummer damals seine alte Band, weil er fürchtete, nie an die Sex Pistols hinreichen zu können - mit The Clash erspielte er sich mindestens einen ähnlichen Kultstatus und rein musikalisch hatten Stummer, Mick Jones, Paul Simonon und Terry Chimes weitaus mehr Varianz zu bieten.

    Foto: Sony Music
  • Um zum Ursprung des Punks zu gelangen, müssen wir gen USA blicken. Genauer gesagt nach New York in einen Schuppen namens CBGB. Dessen Besitzer Hilly Kristal hatte eine verrückte Idee: In seinem Laden durften nur Bands auftreten, die ihre eigenen Songs performten. Damals alles andere als gewöhnlich. So wurde der Laden zu DEM Treff von New Yorks Subkultur uns spätere Punk-Legenden wie Patti Smith, die Ramones und eben der "Godfather of Punkrock"
	 Iggy Pop spielten dort ihre ersten Gigs.
	Foto: Michael Markos, CC BY-SA 2.0, Link

    Um zum Ursprung des Punks zu gelangen, müssen wir gen USA blicken. Genauer gesagt nach New York in einen Schuppen namens CBGB. Dessen Besitzer Hilly Kristal hatte eine verrückte Idee: In seinem Laden durften nur Bands auftreten, die ihre eigenen Songs performten. Damals alles andere als gewöhnlich. So wurde der Laden zu DEM Treff von New Yorks Subkultur uns spätere Punk-Legenden wie Patti Smith, die Ramones und eben der "Godfather of Punkrock" Iggy Pop spielten dort ihre ersten Gigs.

    Foto: Michael Markos, CC BY-SA 2.0, Link

  • A propos Ramones: Diese Band kann man schlicht als Prototyp des Punkrocks bezeichnen. Die Jungs aus New York wollten Mitte der 1970er ausbrechen aus dem damals gängigen Rock-Stil. Mit extremer Geschwindigkeit und Lautstärke, einfachen Harmonien und dem völligen Fehlen von Soli oder Übergängen schufen sie das totale Gegenteil des zu der Zeit vorherrschenden Art- und Progressive Rock.

    A propos Ramones: Diese Band kann man schlicht als Prototyp des Punkrocks bezeichnen. Die Jungs aus New York wollten Mitte der 1970er ausbrechen aus dem damals gängigen Rock-Stil. Mit extremer Geschwindigkeit und Lautstärke, einfachen Harmonien und dem völligen Fehlen von Soli oder Übergängen schufen sie das totale Gegenteil des zu der Zeit vorherrschenden Art- und Progressive Rock.

  • Wenn die Ramones den Punk-Sound perfektioniert haben, dann lieferte 
	Patti Smith die Poesie. Mit ihren großartigen Texten erhob sie den Punk zu einer Kunstform und machte ihn auch für Frauen zugänglich. Vor Allem in London gab es viele weibliche Punks. Viele Bands hatten Sängerinnen, wie wie X-Ray-Spex und Siouxsie and the Banshees, oder sogar die komplett weibliche Punkband The Slits.
	Foto: Klaus Hiltscher - Flickr, CC BY-SA 2.0, Link

    Wenn die Ramones den Punk-Sound perfektioniert haben, dann lieferte Patti Smith die Poesie. Mit ihren großartigen Texten erhob sie den Punk zu einer Kunstform und machte ihn auch für Frauen zugänglich. Vor Allem in London gab es viele weibliche Punks. Viele Bands hatten Sängerinnen, wie wie X-Ray-Spex und Siouxsie and the Banshees, oder sogar die komplett weibliche Punkband The Slits.

    Foto: Klaus Hiltscher - Flickr, CC BY-SA 2.0, Link

  • Wenn es um den Look geht, sind auf jeden Fall die Herrschaften von 
	Misfits zu nennen: Glenn Danzig, Jerry Only und Co. gelten als die Begründer des Horrorpunk. Mit schaurigem Make Up und sehr viel Schwarz, mischten die Misfits Punk mit Rockabilly-Elementen und erschufen damit ein ganz neues Punkgenre. 
	Foto: Adriano Agulló from Elche, España - Jerry Only, Misfits, CC BY 2.0, Link

    Wenn es um den Look geht, sind auf jeden Fall die Herrschaften von Misfits zu nennen: Glenn Danzig, Jerry Only und Co. gelten als die Begründer des Horrorpunk. Mit schaurigem Make Up und sehr viel Schwarz, mischten die Misfits Punk mit Rockabilly-Elementen und erschufen damit ein ganz neues Punkgenre. 

    Foto: Adriano Agulló from Elche, España - Jerry Only, Misfits, CC BY 2.0, Link

  • Nachdem Punkrock über die USA nach England geschwappt ist, war es natürlich nur eine Frage der Zeit, dass er sich auch in Deutschland breitmacht. Ein besonders produktives Zentrum befand sich in Düsseldorf, genauer gesagt im Ratinger Hof. Inhaberin Carmen Knoebel hat den Klub nämlich nicht nur von einer heruntergekommenen Hippie-Absteige zu einem geilen Live-Schuppen gemacht, sondern ließ auch junge Bands aus der Umgebung im "Hof" proben. Darunter auch die Gruppe ZK aus der 1982 Die Toten Hosen wurden. Sie sollten von Düsseldorf bis Buenos Aires die Herzen der Punkfans erobern. 

    Nachdem Punkrock über die USA nach England geschwappt ist, war es natürlich nur eine Frage der Zeit, dass er sich auch in Deutschland breitmacht. Ein besonders produktives Zentrum befand sich in Düsseldorf, genauer gesagt im Ratinger Hof. Inhaberin Carmen Knoebel hat den Klub nämlich nicht nur von einer heruntergekommenen Hippie-Absteige zu einem geilen Live-Schuppen gemacht, sondern ließ auch junge Bands aus der Umgebung im "Hof" proben. Darunter auch die Gruppe ZK aus der 1982 Die Toten Hosen wurden. Sie sollten von Düsseldorf bis Buenos Aires die Herzen der Punkfans erobern. 

    Foto: GABO Photos
  • Dass deutschsprachiger Punkrock feinsinniger und politischer wurde, ist vor Allem einer Band zu verdanken: 
	Slime! 1979 gründete sich die Combo im schönen St. Pauli und war ab dem Zeitpunkt laufend im Mittelpunkt der Szene. Und bei weitem nicht nur dort - mit Parolen wie "Wir wollen keine Bullenschweine" und "ACAB" eckte die Band auch bei Vater Staat immer wieder mit Freuden an. Nach diversen Auflösungen, meldeten sich Slime 2009 wieder zurück und veröffentlichen seitdem sogar wieder neue Musik.

    Dass deutschsprachiger Punkrock feinsinniger und politischer wurde, ist vor Allem einer Band zu verdanken: Slime! 1979 gründete sich die Combo im schönen St. Pauli und war ab dem Zeitpunkt laufend im Mittelpunkt der Szene. Und bei weitem nicht nur dort - mit Parolen wie "Wir wollen keine Bullenschweine" und "ACAB" eckte die Band auch bei Vater Staat immer wieder mit Freuden an. Nach diversen Auflösungen, meldeten sich Slime 2009 wieder zurück und veröffentlichen seitdem sogar wieder neue Musik.

    Foto: Mirja Nicolussi
  • Wir schreiben das Jahr 1991: Die Band Crass hat das Genre längst für tot erklärt. Doch dann kommt eine Band, die eine neue Euphorie entfachen sollte: 
	Rancid! Die Jungs aus San Francisco waren offensichtlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, denn vor allem an der Westküste der USA erfreuten sie sich schnell wachsender Beliebtheit. Mit ihrem Debütalbum Let's Go traten sie zusammen mit Green Day und The Offspring eine neue Punkwelle los.

    Wir schreiben das Jahr 1991: Die Band Crass hat das Genre längst für tot erklärt. Doch dann kommt eine Band, die eine neue Euphorie entfachen sollte: Rancid! Die Jungs aus San Francisco waren offensichtlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, denn vor allem an der Westküste der USA erfreuten sie sich schnell wachsender Beliebtheit. Mit ihrem Debütalbum Let's Go traten sie zusammen mit Green Day und The Offspring eine neue Punkwelle los.

    Foto: Epitaph Records
  • Nach ihrem Major-Debüt Dookie im Jahr 1994 machten Green Day den Punk salonfähig und spülten ihn auch in die Plattenregale derer, die nicht viel mit der Musik anfangen konnten. Nachdem es einige Jahre ruhig um Billie Joe Armstrong und Co. geworden war, meldeten sie sich 2004 mit American Idiot wieder und eroberten glatt den Rock-Olymp. Ist das noch Punkrock? Aber unbedingt!

    Nach ihrem Major-Debüt Dookie im Jahr 1994 machten Green Day den Punk salonfähig und spülten ihn auch in die Plattenregale derer, die nicht viel mit der Musik anfangen konnten. Nachdem es einige Jahre ruhig um Billie Joe Armstrong und Co. geworden war, meldeten sie sich 2004 mit American Idiot wieder und eroberten glatt den Rock-Olymp. Ist das noch Punkrock? Aber unbedingt!

    Foto: Frank Maddocks / Warner Music Group
  • Und Punkrock wird weiterhin nicht totzukriegen sein! Das beweisen nicht nur The Interrupters, die sich mit jedem Konzert tiefer in die Herzen der Fans spielen, sondern auch so viele zahlreiche, junge Bands, die auf den Spuren der Sex Pistols und der Ramones wandeln.

    Und Punkrock wird weiterhin nicht totzukriegen sein! Das beweisen nicht nur The Interrupters, die sich mit jedem Konzert tiefer in die Herzen der Fans spielen, sondern auch so viele zahlreiche, junge Bands, die auf den Spuren der Sex Pistols und der Ramones wandeln.

    Foto: ROCK ANTENNE Hamburg | Johanna Lippke

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