24.03.2020 | Crossover R.i.P., Albert Uderzo: Sein Kultcomic "Asterix" in Zahlen

Albert Uderzo - der französische Zeichner und Schöpfer der Abenteuer von Asterix & Obelix ist verstorben. Was er mit seinen Comics erschaffen hat, zeigen wir euch hier!

Foto: Promo

Es ist eine traurige Nachricht für alle Asterix-Fans. Der französische Zeichner und Erfinder der Abenteuer des tapferen Galliers ist am Dienstag im Alter von 92 Jahren verstorben. Das meldete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seine Familie.

Vor über 60 Jahren tauchte Asterix zum ersten Mal in einem Magazin auf - nur eine Comic-Seite, aus dem in höchster Geschwindigkeit einer der größten (nicht nur) Kindheitshelden werden sollte. Das kleine gallische Dorf, das sich gegen die römischen Besatzer in die Herzen der Fans kloppte, ist auf der ganzen Welt bekannt.

Wir zeigen euch hier, was Albert Uderzo und sein kongenialer Partner René Goscinny († 1977) geschaffen haben - mit spannenden Fakten und Zahlen zu "Asterix".

Repose en Paix, Albert Uderzo!

  • Zum ersten Mal tauchte Asterix am 29. Oktober 1959 im französischen Magazin "Pilote" auf. Von da an erschien die Geschichte von Ausgabe zu Ausgabe auf einer oder zwei Seiten. Erst 1961 kam das erste Comic-Heft "Asterix der Gallier" heraus.

  • Die erste Auflage eines Asterix-Hefts betrug gerade einmal 6.000 Exemplare. Heute sind es etwa 350 Millionen!

  • Der Name Asterix leitet sich von dem griechischen Wort "Asterisk" ab - auf Deutsch heißt das "Sternchen".

  • Die erste deutsche Ausgabe von Asterix erschien 1965 - doch da man die Rechte auf freie Bearbeitung komplett an den Kauka-Verlag abgetreten hatte, hießen Asterix und Obelix "Siggi und Barbarras" und waren keine Gallier, sondern Germanen. Das hat sich zum Glück geändert.

  • Bis heute sind 38 Bände mit den Abenteuern von Asterix und seinem dicksten Kumpel Obelix erschienen. Dazu gesellten sich zehn Zeichentrickfilme und vier Spielfilme, außerdem wurden Koch- und Backbücher mit gallischen Rezepten veröffentlicht sowie verschiedene Kurzgeschichten von Asterix’ Abenteuern.

  • Sowohl die Comics als auch die Filme kamen international bestens an. Die Hefte wurden in 110 Sprachen und Dialekte übersetzt (u.a. auf Schwäbisch, Bayerisch und Friesisch), auch die Filme wurden in über 50 Sprachen synchronisiert.

  • Nicht nur zum Unterhalten sind die "Asterix"-Comics geeignet. Tatsächlich gelten sie als "pädagogisch wertvoll" und werden oft im Schulunterricht eingesetzt. Zum Beispiel für Französich, Latein oder Griechisch.

  • Auch in die Wissenschaft hat es Asterix geschafft. Neurochirurgen führten eine Studie durch, bei der sie untersuchten wie oft Obelix den Römern ein Schädelhirntrauma verpasst hat. 704 Fälle hat man gezählt - allerdings hätte kein Römer einen bleibenden Schaden zu befürchten gehabt. Na da sind wir ja beruhigt!

  • "Asterix bei den Pikten" aus dem Jahr 2013 ist der erste Band, an dem Albert Uderzo mitgewirkt hatte und damit keiner der Schöpfer von Asterix mehr an Bord war.