10.02.2021 | Crossover I'm just a Streamer: Besseres Streaming auf dem Smartphone

Zum Streamen braucht man längst keinen Computer mehr, geschweige denn einen Fernseher. Inzwischen kann man sich seine Lieblingsfilme und Serien bereits auf dem Handy ansehen. Und die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende...

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Das Smartphone ist die logische Weiterentwicklung des Handys und ein Gerät, ohne das sich viele Nutzer heute ein Leben kaum mehr vorstellen können. Der Vorteil ist vor allem der, dass es einen Service ermöglicht, der zuvor in einem tragbaren Gerät undenkbar war. 

Viele der innovativen Funktionen beruhen vor allem auf der Tragbarkeit. Wer hat sein Smartphone noch nicht genutzt, um noch kurz vor Ladenschluss irgendwo einen Supermarkt zu finden? Die Rechenleistung und die Prozessoren der neuesten Geräte übersteigen heute mit Leichtigkeit das Leistungsprofil manches Notebooks, das noch vor wenigen Jahren als das Beste in seiner Klasse galt. 

Zu verdanken haben Nutzer die großen Entwicklungen im Bereich der mobilen Technik vor allem der Konkurrenz der großen Anbieter. Der Smartphone-Markt ist einer der größten weltweit. Es gibt kaum mehr jemanden, der heute nicht mit seinem Gerät mit der Welt verbunden ist. Nie war es leichter, Kontakt zu Freunden auf anderen Kontinenten zu halten. Bemerkenswert an dem großen Wachstum, den die Smartphone-Branche in den letzten Jahren hingelegt hat, ist der Fakt, dass es nicht danach aussieht, dass sich der Trend alsbald umkehren wird. Ganz im Gegenteil scheint eine Zeit angebrochen zu sein, in der sich Hersteller mit immer neueren und gewagteren Ideen zu übertrumpfen versuchen. 

War es noch vor nicht allzu langer Zeit eine wahre Revolution, dass sich ein mobiles Gerät mittels eines Touchscreens bedienen lässt, so entscheiden sich Kunden heute zwischen faltbaren Displays oder solchen, die anhand der beabsichtigen Nutzung ihre Größe ändern. Zusätzlich dazu gibt es sogenannte Wearables. Die Rede ist hier zum Beispiel von den Smartwatches, die in der Lage sind, den Funktionsumfang eines Smartphones nochmals deutlich zu erweitern. Leichter als jemals zuvor können nun Daten zum eigenen Gesundheitszustand ermittelt werden. Anrufe nimmt man mit seiner Uhr entgegen und sogar Texte lassen sich dort verfassen, ohne das Handy aus der Hosentasche oder dem Rucksack holen zu müssen.

Die Vorzüge des Noise Cancelling und eine kabellose Zukunft

Die nächsten Neuerungen erwarten Kunden im Bereich des kabellosen Einsatzes. Niemand mag nervige Ladekabel oder Kopfhörer, die sich ständig verknoten und damit den Hörgenuss deutlich beeinträchtigen. Den Beginn dieser Entwicklung machten kabellose Ladestationen. Diese gibt es mittlerweile sogar integriert in Möbel oder andere Geräte. Wer sich heute einen neuen Kopfhörer leistet, der greift zumeist zu einer kabellosen Variante. Das Pairing per Bluetooth dauert nur wenige Sekunden und auch die Akkulaufzeit, lange ein Problem dieser Technik, haben die Hersteller mittlerweile in den Griff gekriegt.

Als wäre das nicht schon gut genug, ist es mittlerweile auch gelungen, in Kopfhörer - sogar in In-Ear-Modelle - ein hervorragendes Noise Cancelling zu integrieren. Diese ist vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln eine wahre Wohltat, denn wer möchte nicht nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag einfach in den Songs aus seiner liebsten Playlists versinken? Leider macht einem das Kind aus der vorderen Reihe gerne mal einen Strich durch die Rechnung. Ähnlich sieht es im Flugzeug aus. Hat man endlich die Strapazen des Sicherheitschecks und den Stress der Anfahrt hinter sich gebracht, möchte man nach dem Boarding einfach das Gefühl des Fliegens genießen. 

Das aktive Noise Cancelling sorgt für die gewünschte Ruhe, egal, wo man sich gerade befindet. Ebenfalls egal ist es dabei, ob man sich mehr auf seine Musik oder ein Hörbuch konzentrieren will oder ob man einfach nach der Suche nach Ruhe und Gelassenheit ist. Moderne Kopfhörer haben, je nach Modell, sogar eine Funktion, die den Luftdruck auf die Ohren anpasst. Vor allem Passagiere, die Probleme mit dem automatischen Druckausgleich haben, profitieren erheblich von seiner solchen Technik. Damit geht die Entwicklung neuer kabellosen Produkte einen weiteren Schritt. Das Ziel ist es, den Komfort der Nutzer maximal zu erhöhen. Das ist nur möglich, wenn sowohl Software als auch Hardware möglichst simpel, leicht verständlich und selbsterklärend aufgebaut sind.

Das Netz - ein immer wichtigerer Faktor

Die Weiterentwicklung und das Fortschreiten der Technik hat natürlich viele weitere Effekte auf das Nutzerverhalten und die Nachfrage nach neuen Produkten. Ein gutes Beispiel sind Datenspeicher. Wer sich an die ersten MP3-Player erinnert, der weiß, dass diese nur wenige Megabytes an Speicher zur Verfügung hatten. Eine Handvoll Songs hatten darauf Platz und für einen überraschend geringen Funktionsumfang waren die Preise zu Beginn erstaunlich hoch. Heute, eigentlich nur wenige Jahre, nachdem die Digitalkamera und der MP3-Player zum ersten Mal privat zum Einsatz gekommen waren, ist es gelungen, eine microSD-Karte mit einem Speicher von einem Terabyte auszustatten. Derartige Größen waren noch vor kurzem undenkbar und Fortschritte dieser Art zeigen, dass es beinahe unmöglich ist, abzuschätzen, was die Zukunft mit sich bringen wird.

Die großen Konzerne hinter den angesagten Produkten stürzen sich auf neue Ideen und versuchen, sich möglichst jedes wichtige Patent frühzeitig zu sichern. Die größten technischen Neuerungen sind heute möglich, weil kluge Köpfe Hand-in-Hand mit Unternehmen zusammenarbeiten, die in der Lage sind, die nötigen finanziellen Mittel aufzubringen, die es für lange Testphasen und Weiterentwicklungen braucht. 

Leider ist es bei neuer Technik zumeist so, dass ihre Einsatzfähigkeit von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Stimmt nur einer davon nicht oder hat man als Endverbraucher keinen Zugang dazu, so fällt es schwer, die Innovationen in vollem Umfang auszukosten. 

Das beste Beispiel für diese Rechnung ist im Fall von Smartphones das verwendete Netz. Heute wählt sich praktisch jeder mit seinem Gerät in das mobile Internet ein, um damit die vollen Möglichkeiten des Smartphones freizuschalten. Gerade die dauerhafte Verbindung ins Internet ist es, die das Smartphone auszeichnet. Leider ist es so, dass viele Mobilfunkanbieter das verfügbare Datenvolumen stark begrenzen. Diese Begrenzung passiert zum einen durch das verfügbare Datenvolumen, zum anderen durch eine Verringerung der Geschwindigkeit. Zum Glück für die Verbraucher wird die Konkurrenz für die einschlägigen Mobilfunkanbieter immer größer. Das führt dazu, dass heute günstige Verträge in vielen Fällen Ähnliches zu leisten vermögen als sehr teure Verträge, die bis vor Kurzen noch mit einem vermeintlich besseren Mobilfunknetz Werbung für sich machten.

Die Netze werden immer besser, sodass sich heute mehr denn je ein gründlicher Vergleich lohnt. Wer mehr bezahlt, der profitiert nicht unbedingt von einem besseren oder schnelleren Internet. Der eigene Handyvertrag entscheidet in großem Maße darüber, in welchem Umfang das eigene neue Smartphone einsetzbar ist. Wer von einem älteren Modell zum neuesten Aushängeschild eines Herstellers umsteigt, der profitiert von schnellen Prozessoren und einem großen Arbeitsspeicher nur dann, wenn das mobile Netzwerk dementsprechend schnell ist. 

Leider ist es vor allem in Deutschland so, dass es an schnellem Internet oftmals mangelt. Die Gründe dafür sind unter anderem die große Bürokratie, Widerstand in der Bevölkerung oder auch die Dominanz der großen Anbieter. Dabei wäre es doch so schön, wenn in der Bahn oder im Bus nicht auf ein bestimmtes neues Lied verzichtet werden muss, nur weil man sich dieses bislang noch nicht heruntergeladen hat. Genauso sieht es vor allem bei Videos aus. Im Gegensatz zu einem Artikel, der wenig Daten braucht, benötigen ein Video oder sogar ein Spielfilm auf einer Streaming-Plattform große Mengen davon. Dafür reicht in vielen Fällen wegen unpassender Verträge das mobile Internet einfach nicht aus. Obwohl das eigene Smartphone so viel könnte, muss sich der Nutzer unterwegs noch immer ganz genau überlegen, wofür die mobilen Daten aufgebraucht werden und wofür nicht.

Die Angleichung von Festnetz und mobilen Daten

Wozu das eigene Smartphone imstande ist, das lässt sich bei der Nutzung mit dem heimischen WLAN erkennen. Dort entfaltet das Gerät sprichwörtlich seine ganzen Kräfte und ist nicht mehr länger von Faktoren wie der Netzabdeckung, einem Signal oder dem eigenen Datenvolumen abhängig. Wer nun argumentiert, dass WLAN immer öfter auch in Bussen oder in der Bahn verfügbar ist, der sollte bei der nächsten Fahrt genau darauf achten, wie gut dieses versprochene WLAN ist. Vor allem bei Fernbusanbietern ist die Wahrscheinlichkeit auf ein defektes WLAN an Board weitaus größer als auf eines, das auch nur ansatzweise das verspricht, was einen zum Kauf eines Tickets motiviert hat. 

Die Lösung: Die große Divergenz zwischen WLAN und mobilem Internet muss beseitigt werden, um die digitale Revolution weiterhin in großen Schritten nach vorne zu bringen. Solange das der Fall ist, wird es für Anwender niemals möglich sein, das volle Potenzial der eigenen Geräte zu entfalten.

Ist 5G die Lösung für das Problem?

Bereits seit vielen Jahren ist es in aller Munde und nun ist es endlich so weit: Die ersten Vertragskunden nutzen bereits den neuen Netzwerkstandard 5G. Vergleicht man diesen mit dem durchschnittlichen heimischen WLAN, so hat 5G überraschenderweise sogar die Nase vorn. Noch nie gab es ein mobiles Datennetz, das praktisch keine Latenzzeiten aufweist und selbst größte Mengen an Daten in kürzester Zeit bewältigt. 

Leider tut sich genau in diesem Punkt schon wieder ein erstes Problem auf. Was bringen dem Nutzer große Datenmengen, wenn diese gleichzeitig bedeuten, dass der Nutzer dadurch sein verfügbares mobiles Datenvolumen schneller denn je aufbraucht? Die Mobilfunkkonzerne müssen erheblich an ihren Konzepten arbeiten. Wenige Gigabyte an Datenvolumen im Monat reichen einfach nicht aus, um dem erstaunlichen Leistungsspektrum dieses neuen Standards gerecht zu werden. 

Das Ziel ist erst dann erreicht, wenn jeder Handynutzer mit einem Vertrag ausgestattet ist, der ein uneingeschränktes Datenvolumen ermöglicht. Betrachtet man die Entwicklung des mobilen Internets mit dem der Festnetzanschlüsse, so stellt man fest, dass es erstaunlich viele Parallelen gibt. In den Anfangsjahren des heimischen Internets war es so, dass jede Minute einzeln bezahlt werden musste. Das war erträglich, da das weltweite Netz bei Weitem noch nicht so leistungsfähig wie heute ist. Genau aus diesem Grund ergibt es wenig Sinn, mobilen Internetnutzern wieder ähnliche Bürden aufzuerlegen. 

Apps, soziale Medien und unterschiedliche Plattformen beanspruchen beim Gebrauch immer Datenvolumen. Das Internet vor zwei Jahrzehnten oder mehr lässt sich nicht mehr mit den heutigen Möglichkeiten vergleichen. Nachrichten sind heute so kurzlebig wie noch nie zuvor und wer stets am Ball bleiben möchte, der muss sich praktisch stündlich informieren. Mit dieser Art von Schnelllebigkeit müssen sämtliche Elemente, die in der heutigen Informationsgesellschaft eine entscheidende Rolle spielen, mithalten. Das gilt auch dann, wenn man nur den Alltag ausblenden möchte und seinen Fokus voll und ganz auf eine neue rockige Playlist legt.

Am Ende siegt der Fortschritt

Jede technische Neuerung ist zu Beginn mit gewissen Hürden verbunden. Ein Aspekt des Fortschritts ist weiter fortgeschritten als ein anderer. Das ist vollkommen normal, weshalb es immer Sinn ergibt, sich etwas Zeit zu nehmen, bevor man voll und ganz eine neue Technologie für sich beansprucht. Nur, wenn sämtliche Elemente im Gleichschritt voranschreiten, ist es möglich, verlässlich auf Geräte und Technik im Allgemeinen zu bauen. 

Sollte man deshalb auf den jetzigen Umstieg auf 5G verzichten und weiterhin so weitermachen wie bisher? Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten, schließlich kommt es voll und ganz auf das Nutzerverhalten jedes Einzelnen an. Wer wissen möchte, ob sich bereits jetzt der Umstieg auf den neuen Standard lohnt, der sollte seine eigene Aktivität am Smartphone überdenken. Nutzer, die hin und wieder die neuesten Nachrichten überprüfen und ein oder zwei Videos anschauen, sparen sich ihr Geld am besten und warten, bis der Hype vorbei ist und die Preise dementsprechend sinken. Wer allerdings schon heute mit dem Smartphone gleichermaßen aktiv ist als mit dem eigenen Rechner und immer die beste Leistung erwartet, der sollte umsteigen. Alleine dieser Schritt ergibt schon Sinn, wenn man sich bei seinem neuen Gerät für ein 5G-fähiges Smartphone entschieden hat. Es gilt, dieses zu nutzen und es hat nicht unbedingt etwas Schlechtes, wenn man als Erster in den Genuss einer Technologie kommt, über die schon seit vielen Jahren auf heftigste diskutiert wird. Wer als Musikfan permanent Ausschau nach etwas Neuem hält, der wird es lieben, unterwegs in verschiedenste Songs hineinzuhören. Die Zeit, in der einem lange Ladezeiten die Laune verderben, sind nun endgültig vorbei.

Der Ausbau von 5G braucht seine Zeit und natürlich wird sich, wenn dieser Standard erst einmal etabliert ist, vieles auf dem Markt tun. Ob der Umstieg bereits jetzt zu erfolgen hat, oder eben nicht, das liegt an einem selbst. Wem es die Preise für die aktuellen Verträge wert sind, der sollte nicht zögern und sich über seine Vorreiterrolle freuen. Der Unterschied zur bisherigen Nutzung des Smartphones wird deutlich spürbar sein und sich durchaus als großer Voteil in allen Bereichen herausstellen. Als Freund neuer Technik wird sich erstmals der volle Funktionsumfang des eigenen High-End-Smartphones zeigen.