11.02.2021 | Crossover Geldanlage mit Aktien: Darauf kommt es an

Gerade in Zeiten niedriger Zinsen, beschäftigen sich immer mehr Menschen damit, ihr Geld in Aktien anzulegen. Doch was sollte man bei der Investition beachten? Das verraten wir euch hier.

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Immer mehr Menschen in Deutschland ziehen in diesen Tagen eine Investition in Aktien in Betracht. Ausschlaggebend dafür sind einerseits die niedrigen Zinsen. Sie sorgen dafür, dass klassische Formen der Geldanlage nicht mehr als lohnend angesehen werden können. Auf der anderen Seite verzeichnen die Aktienmärkte schon seit der Zeit der Finanzkrise 2008 ein nahezu durchgängiges Plus. Doch worauf kommt es bei der Investition wirklich an? 

Verluste durch Inflation vermeiden

Dass es durchaus sinnvoll sein kann, sich für den Kauf von Aktien zu entscheiden, zeigt der Blick auf die Inflation. Diese zehrt nahezu zwei Prozent des Geldwertes auf, der nicht investiert wurde. Ersparnisse, die noch vor Jahrzehnten hohe Zinsen abgeworfen hätten, werden auf diese Weise im Laufe der Jahre entwertet.

Aktien sind als Sachwerte ein guter Weg, um sich diesem Prozess in den Weg zu stellen. Durch die Investition ist es möglich, sich vor der Entwertung des Geldes durch die Inflation zu schützen. Auf der anderen Seite können die Kursgewinne für einen beträchtlichen Wertzuwachs sorgen. Dazu trägt im Laufe der Jahre nicht zuletzt der Effekt des Zinseszinses seinen Teil bei.

Den passenden Broker finden

Auf diesem Weg ist die Suche nach dem passenden Broker nicht zu vernachlässigen. Hausbanken sind nicht mehr die erste Wahl, wenn es um den Kauf von Aktien geht. Die zahlreichen Online Broker bieten die Chance, eigene Orders deutlich günstiger zu platzieren. Je niedriger die Gebühren sind, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, langfristig auf der Seite der erfolgreichen Investoren zu stehen.

Bei der Suche nach dem passenden Broker spielen außerdem das Handelsangebot, die laufenden Kosten und die Usability der Plattform eine wichtige Rolle. Für Laien kann der Online Broker Vergleich den entscheidenden Hinweis liefern, welche Plattform am besten geeignet ist. Zum vollständigen Online Broker-Vergleich mit allen wichtigen Angeboten geht es hier entlang.

Risiko, Dividenden und Kursgewinne

Zugleich ist es wichtig, nicht einfach aus dem Bauch heraus in beliebige Aktien zu investieren. Hierbei handelt es sich um eine Strategie, die meist nur im wirtschaftlichen Aufschwung zu Erfolgen führen kann. Populär ist einerseits der Ansatz, in Aktien mit hohen Dividenden zu investieren. Diese Unternehmen schütten oftmals eine Dividende von fünf bis sechs Prozent pro Jahr aus. Je nach Höhe der Investition ist es auf diese Weise möglich, ein beachtliches passives Einkommen zu erwirtschaften, auf dem weiter aufgebaut werden kann.

Zugleich bietet sich die Chance, Wachstumsaktien in den Blick zu nehmen. Typischerweise handelt es sich hierbei um Konzerne, die keine oder nur geringe Dividenden an die Aktionäre ausschütten, dafür aber intensiv in das eigene Wachstum investieren. Für sie handelt es sich um eine Möglichkeit, zum Marktführer in einer meist jungen Branche zu werden. Wachstumsaktien der vergangenen Jahre, wie zum Beispiel Facebook, Alphabet oder Amazon, stellen unter Beweis, welche Früchte diese Strategie am Ende tragen kann.

Jeder Anleger muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass der Kauf der Papiere nicht ohne Risiko ist. Investiert werden sollte aus dem Grund nur jenes Geld, welches nicht für die Deckung der alltäglichen Kosten benötigt wird. Auf der anderen Seite entscheidet der zeitliche Horizont der Anlage darüber, wie hoch das Risiko tatsächlich ist. Je länger das Kapital investiert bleiben kann, desto eher bietet sich die Chance, auch wirtschaftlich schwächere Phasen einfach auszusitzen und anschließend zu den wieder erholten Kursen zu verkaufen.

Diversifikation ist entscheidend

Bei der Planung der eigenen Investition kommt es außerdem darauf an, das Kapital in geeigneter Weise zu streuen. Diversifikation lautet das wichtige Stichwort, das in dem Kontext angebracht werden muss. Dahinter verbirgt sich der Ansatz, möglichst viele verschiedene Posten mit in die Anlage einzubeziehen. Darüber hinaus sollten die Wertpapiere aus unterschiedlichen Branchen und mehreren Ländern stammen, um die Sicherheit zu erhöhen und die Volatilität der Anlage zu verringern.

Selbst für den Fall, dass eines der gekauften Unternehmen oder ein bestimmtes Land in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, bedeutet dies noch nicht das Aus für das Aktiendepot. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn die eigenen Vermögenswerte nicht nur auf den Wertpapieren aufbauen. Interessant ist zum Beispiel der Kauf von Edelmetallen, die sich gegenläufig zu den Aktienmärkten bewegen. Die Stabilität des gekauften Werts lässt sich auf diese Weise wirksam erhöhen.