05.07.2021 | Crossover Musik und modische Accessoires: Eine untrennbare Verbindung

Zeig mir deinen Kleiderschrank und ich sag dir, was du hörst: Mode und Musik sind seit Jahrzehnten eng miteinander verbunden! Wie es dazu kam und was heute kleine Details ausmachen können, verraten wir euch hier!

Zwei der wichtigsten Bereiche, in denen sich der aktuelle Zeitgeist widerspiegelt, lassen sich längst nicht mehr voneinander trennen. Kaum ein Lebensbereich verändert sich so schnell wie die Mode und die Musik. Was gestern Kultstatus hatte, ist heute out und wird morgen in einer Retro-Welle wieder aufgegriffen. Trotzdem (oder gerade deswegen) werden beide nicht nur beiläufig konsumiert, sondern exzessiv gelebt. Deine Musik, dein Style: Love it - or leave it.

Eigentlich besteht die Verbindung zwischen Musik und Mode bereits seit Jahrzehnten. Schon der frühe Rock’n’Roll war nicht einfach nur eine neue Musikrichtung. Er war verbunden mit einem Aufbruch aus verkrusteten Strukturen, einem neuen Lebensmodell und der damit verbundenen Mode. Was heute als "Rockabilly-Mode" angeboten wird, war vor 60 Jahren geradezu skandalös. Die damalige Elterngeneration rümpfte die Nase, wenn Jungs sich für die anstehende Party nicht mehr für die Bundfaltenhose nebst gestärktem Hemd und Krawatte entschieden, sondern ein lässiges T-Shirt mit ebensolchen Jeans kombinierten. Die Mädels wagten sich im Minirock und hohen Schuhen aus dem Haus und mussten sich täglich ein geradezu unzüchtiges Verhalten vorwerfen lassen. Doch genau diese Rebellion war für den Weg in die neue Zeit mehr als notwendig.

Wie kaum eine Generation zuvor hoben sich die Teenager der 1960er Jahre von ihren Eltern ab, um eine neue, ganz eigene Geschichte zu schreiben. Und glücklicherweise war ihnen die Meinung ihrer Eltern in dieser Hinsicht vollkommen egal. Zwar hatten und haben es auch die folgenden Generationen nicht ganz einfach, sich für das eigene Selbstverständnis im Zweifel auch gegen die eigenen Eltern durchzusetzen, allerdings sind die größten Brocken längst aus dem Weg geräumt - Oma und Opa sei Dank. Oft ist es auch tatsächlich diese Generation, die dem Look und dem Lifestyle der Enkel besonders tolerant und sogar neugierig gegenübersteht. Das Image der "Jugend von heute" ist also gar nicht mal so schlecht.

Dezente Akzente setzen mit der passenden Uhr

Manch ein Statement hat dann die größte Wirkung, wenn es subtil gesetzt wird! Die richtig gewählte Armbanduhr zeigt Sinn für Qualität wie für Understatement. Während die Prominenten vordergründig auf die europäischen Premium-Marken zurückgreifen, kommen immer mehr Menschen bei ihrer Entscheidung ganz ohne derlei Vorbilder aus. Die Armbanduhren der japanischen Marke Seiko stehen für eine subtile Form der Unangepasstheit. Das zeitlos- elegante Design dieser Zeitmesser passt zu beinahe jedem Look und schafft dennoch einen einzigartigen Auftritt.

Wiedererkennungswert ist alles, nicht nur akustisch

Auch für die Musiker selbst war Imagebuilding noch nie so wichtig wie heute. Ein Künstler, der in seiner Musik und seinem Look vollständig austauschbar ist, wird wahrscheinlich keine lange Karriere vor sich haben. Wenn man bei einem Song laut aufdreht und ein Bild von dem betreffenden Star vor dem inneren Auge erscheint, hat der bereits eine ganze Menge richtig gemacht. Beispiele dafür kennt man ohne Ende. Schon ein Michael Jackson wäre ohne seine schrillen Bühnenoutfits nur ein talentierter Sänger mit außergewöhnlich hoher Stimme gewesen. Madonna ist bis heute so berühmt wie berüchtigt für ihre Shows, in denen sie in ihrer ganz eigenen Art eine Gratwanderung zwischen Mädchenpensionat und S/M-Club hinlegt. Helene Fischer, Andrea Berg und Conchita wiederum haben das Auftreten der Queen of Pop analysiert und auf ihre eigene Art und Weise interpretiert. Latex-Kostüm und Overknee-Stiefel sind nur zwei Elemente der jeweiligen Performance.

Insbesondere den männlichen Stars genügen allerdings oft kleine, feine Details für ihre jeweilige Rolle. Wer könnte sich Zucchero ohne seinen Hut vorstellen? Was wäre Udo Lindenberg ohne seine Brille? Und Campino mit bravem Seitenscheitel wollen wir auch nicht wirklich sehen.

Manchmal wird es sogar schwierig, wenn ein Star ein lang gepflegtes Image ablegen möchte. Wolfgang Petry kann davon mehr als nur ein Liedchen singen: Über Jahre hinweg waren die Freundschaftsbänder am Handgelenk ein mindestens ebenso wichtiges Markenzeichen des Schlagersängers wie sein Oberlippenbart. Ohne Freundschaftsbänder, ohne Bart und mit Kurzhaarschnitt versucht er heute, sein früheres Image abzuschütteln. Trotzdem wird man ihm noch in vielen Jahren die Frage stellen: "Wieso und weshalb denn, warum und wofür?"

Und was trägst du so?

Wahrscheinlich werden sich die Stars der Musikszene immer ein Stück weit von ihrem Publikum abheben. Trotzdem sind sie stilbildend und für manch einen modischen Trend verantwortlich. Dies ist natürlich ganz im Sinne der Stars, die Shirts, Schmuck und andere Accessoires gerne auch im eigenen Fanshop anbieten.

Interessant ist in dieser Hinsicht allerdings weniger das neue T-Shirt mit den Tourdaten des Megastars, auch wenn selbiges vielleicht in einigen Jahren Kultstatus und einen entsprechenden Sammlerwert haben wird. Viel spannender sind zeitlose Accessoires, die bereits in den 1980er Jahren die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene erkennen ließen und dies auch noch in den 2040er Jahren tun werden.

  • Die Lederjacke zum passenden Jeans-Outfit machte bereits Götz George als Tatort-Kommissar Schimanski zum unangepassten Freigeist.
  • Hoodie und Baggy-Jeans sind eindeutige Streetstyle-Merkmale, die man automatisch mit hartem Hiphop in Verbindung bringt.
  • Schräge Hüte, Brillen und Taschenuhren sind nur einige beispielhafte Accessoires der ständig wachsenden Steampunk-Szene.

Allerdings kann sich nur ein kleiner Teil der Menschen mit einer bestimmten Szene zu 100% identifizieren. Dies ist allerdings kein Grund, auf modische Accessoires zu verzichten. Ganz im Gegenteil: Wer seinen eigenen Weg geht und sich aus den verschiedenen Schubladen das jeweils beste herausnimmt, kann auch bei seinem Look ganz nach eigenem Gusto entscheiden.

Folgerichtig gibt es eine wachsende Auswahl an Accessoires, die sich in keine klare Schublade schieben lassen. Noten oder Notenschlüssel auf Schmuck, Caps, Taschen, Regenschirmen oder Schüsselanhängern zeigen eine Affinität zur Musik, ohne sie jedoch näher zu definieren. Gleiches gilt für entsprechend gestaltete Socken oder Halstücher.

Hierbei handelt es sich freilich um Gadgets, mit denen man seinem Look für wenig Geld einen besonderen Ausdruck verleihen kann. Wer etwas tiefer in die Tasche greifen will, kann hier natürlich gerne auf die bereits erwähnte Armbanduhr zurückkommen.