01.12.2021 | Crossover Social Media: Der Einfluss der sozialen Netzwerke

Die sozialen Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, doch der Umgang birgt auch Risiken. Welche das sind und wie man sich vor ihnen schützt, erklären wir euch hier!

Tagtäglich surfen zahlreiche Menschen im Internet. Statistisch gesehen steigt die Internetnutzung konstant an, dies liegt insbesondere an den sozialen Netzwerken. Ein Großteil des privaten und beruflichen Lebens findet heutzutage online statt, doch was macht das mit der menschlichen Psyche? 

Der permanente Vergleich mit anderen Menschen und deren Lebenswelt kann sich negativ auf die eigene Psyche auswirken. Ein gemindertes Selbstwertgefühl sowie eine dauerhafte Niedergeschlagenheit sind die Folgen von einem falschen Umgang mit den sozialen Medien. Doch woran liegt das und welchen Einfluss haben die sozialen Netzwerke tatsächlich?

Wie Facebook & Co. die Psyche beeinflussen

Die Einflussnahme der sozialen Medien auf die menschliche Psyche setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. An erster Stelle steht jedoch der soziale Vergleich, der immer präsenter wird. Die Nutzung von Facebook und Instagram führt oftmals zwangsläufig dazu, dass sich Menschen mit anderen Menschen vergleichen. Sich mit anderen zu vergleichen ist erst einmal nichts Verwerfliches, doch man sollte trotzdem vorsichtig sein. 

Insbesondere wenn das permanente Vergleichen krankhaft wird und Nutzer außer Acht lassen, dass es sich bei der Selbstinszenierung anderer oftmals nicht um die Realität handelt, kann das zu einer verzerrten Selbstwahrnehmung und starken Selbstzweifeln führen. Der Grund dafür liegt in der dauerhaften Konfrontation mit makellosen Körpern sowie spannenden Freizeitaktivitäten. Nutzer bekommen jedoch meist nur ein kurzes Video oder ein einziges Foto zu sehen, das nichts über das eigentliche Leben und die Realität aussagt.

Eine weitere Komponente ist die Zeit, die viele täglich in die Nutzung von Facebook & Co. investieren. Essenzielle Bedürfnisse wie beruflich erfolgreich zu sein, Schlaf, Bewegung oder der Kontakt zu realen sozialen Kontakten geraten immer weiter in den Hintergrund. Viele Menschen haben keine Zeit mehr für das echte Leben, weil sie teilweise schon süchtig geworden sind. 

Die Abhängigkeit von Social Media und die Sucht nach Aufmerksamkeit durch Likes sind heutzutage weitverbreiteter, als viele vielleicht annehmen. Der permanente Konsum beeinflusst jedoch auch die Sprache und den Sprachgebrauch. Zeit muss gespart werden, deswegen werden häufig Abkürzungen und Memes verwendet. 

Allen voran ist jedoch der Sprachgebrauch der beliebten Influencer, der einen großen Einfluss auf die Sprache der jüngeren Generation hat. Durch die permanente Wortneuschöpfung kann man schnell schon einmal den Anschluss verlieren, auf bedeutungonline.de können die angesagtesten und aktuellsten Abkürzungen einfach nachgeschlagen werden. 

Die Veränderung des Sprachgebrauches hat zudem noch einen weiteren Grund, und zwar den der Reizüberflutung. Junge Menschen werden mit Informationen, Bildern und audiovisuellen Reizen überschüttet, dies überfordert jedoch das junge Gehirn. Eine Reizüberflutung findet dann statt, wenn die Aufnahmekapazität des Gehirns überfüllt ist.

Der gesunde Umgang

Die sozialen Netzwerke müssen jedoch nicht zwangsläufig Erkrankungen hervorrufen, ein gesunder Umgang sollte jedoch angestrebt werden. So ist es wichtig, dass sich Nutzer immer wieder die Realität vor Augen führen und nicht in eine Illusion verfallen. Die schönen Bilder und Videos werden sorgfältig ausgewählt und mit Filtern überschüttet, mit der Realität hat das nichts mehr zu tun. Es ist eine Selbstinszenierung der einzelnen Protagonisten. 

Nutzer sollten sich zudem lieber authentische Vorbilder suchen, deren Darstellung auch etwas mit dem realen Leben zu tun hat, und zeitliche Limits setzen. Eine Auszeit von den sozialen Netzwerken hilft dabei, den Fokus wieder auf das echte Leben richten zu können.