15.04.2020 | News & Themen Corona-Krise: Keine Großveranstaltungen bis 31. August

Keine Großveranstaltungen bis 31. August, Ladenöffnungen ab 20. April, Schulöffnungen ab 4. Mai und eine Schutzmasken-Empfehlung statt -Pflicht: Die Bundesregierung hat ihren Plan zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise veröffentlicht.

Am Mittwoch Nachmittag haben die Bundesländer mit der Kanzlerin beraten, wie es mit den Corona-Beschränkungen weitergehen soll. Wir fassen für euch die wichtigsten Beschlüsse zusammen. 

Kontaktsperre bis zum 03. Mai 2020 

Die geltenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 19.04.2020 werden bis zum 03. Mai 2020 verlängert. Damit ist es auch weiterhin nur erlaubt, sein Haus oder die Wohnung aus dringenden Gründen zu verlassen. Dazu zählen zum Beispiel die Arbeit, Arztbesuche oder Einkaufen. Spaziergänge sind wie bisher weiterhin erlaubt - entweder alleine oder mit den Bewohnern des eigenen Hausstandes. Weiterhin gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern. Verstöße werden auch weiterhin mit Bußgeldern geahndet.

Keine Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020

Für die Rockwelt besonders schmerzhaft ist das verlängerte Verbot von Großveranstaltungen: Bis zum 31. August sollen diese grundsätzlich untersagt bleiben. Das heißt, größere Konzerte, Festivals, Schützen- und Volksfeste und andere Events sowie auch Sportveranstaltungen wie Fußballspiele dürfen nicht stattfinden. Konkrete Regelungen sollen dabei durch die einzelnen Länder getroffen werden. Diese Einschränkung trage "effektiv zur Eindämmung des Corona-Virus bei und sorge zugleich für dringend notwendige Klarheit für Veranstalter, darunter viele Vereine", hieß es aus Verhandlungskreisen.

Schulöffnungen ab 4. Mai 2020

Die Schulen in der Rock-Republik werden ab 4. Mai schrittweise wieder öffnen. Zuerst sollen die Abschlussklassen und Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen sowie die obersten Grundschulklassen wieder den Schulbetrieb aufnehmen. 

Geschäftsöffnungen ab 20. April 2020

Geschäfte und Läden dürfen bereits ab 20. April wieder langsam den Betrieb aufnehmen - allerdings mit klaren Regeln und Sicherheitsvorkehrungen. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern können mit strengen Hygieneregeln, begrenzten Besucherzahlen und Auflagen zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen. Das gilt auch KFZ- und Fahrrad-Händler sowie Buchhandlungen - unabhängig von der Verkaufsfläche. Die gleichen Auflagen sollen auch die Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen wie Bibliotheken sowie Zoos und botanische Gärten ermöglichen. Friseurbetriebe sollen unter bestimmten Auflagen ab 4. Mai den Betrieb wieder aufnehmen können. 

Weiterhin geschlossen bleiben vorerst Restaurants, Bars und Kneipen. Hier gilt weiterhin, dass Bestellung und Abholung erlaubt sind. 

Tragen von Schutzmasken "dringend" empfohlen

Das Tragen von Schutzmasken wird von Bund und Ländern zwar dringend empfohlen, eine generelle bundesweite Maskenpflicht wird es jedoch nicht geben. Dennoch sind die Bürger dazu angehalten, vor allem im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel Alltagsmasken zu tragen. 

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